Abfallbrände verhindern, bevor sie entstehen

Landfill fire among fields and huge black smoke cloud

 

Abfallbrände, d. h. Brände, die in Abfall- oder Recyclinganlagen einstehen, stellen weltweit ein sehr ernstes Problem dar. Länder auf der ganzen Welt werden täglich mit mehr als einem Brand in der Abfall- und Recyclingindustrie konfrontiert. Dies birgt die Gefahr von Verletzungen der Mitarbeiter, von Schäden an Anlagen und Maschinen und von Rufschädigung. Nicht zu sprechen von den möglichen Auswirkungen auf die Umwelt. Ironischerweise stellen beschädigte Lithium-Ionen-Batterien eine der größten Brandgefahren in einer Abfallentsorgungsanlage dar. Und dies obwohl diese Batterien wiederaufladbar und somit nachhaltiger sein sollten!

 

Was sind die Ursachen für die Abfallbrände?

Da die Menschheit immer mehr Abfälle produziert, ist das Recycling im Kampf um Nachhaltigkeit von entscheidender Bedeutung. In ganz Europa gibt es zahlreiche Recyclingbetriebe, die alle Stoffarten verarbeiten und sie wieder nutzbar machen.

Viele dieser Stoffe sind brennbar, wie z. B. Papier und Pappe. Außerdem werden die Stoffe platzsparend zusammengepresst. Eine trockene und heiße Wetterperiode kann dazu führen, dass es zu einem Wärmeanstieg in diesem Stapel kommt. All diese Bedingungen zusammengenommen ergeben eine potenziell brandgefährliche Situation. Es braucht nur einen Funken, um einen Brand auszulösen.

Eine solche Situation wird in der Branche als „Verbrühung“ bezeichnet. Wärme kann unkontrolliert an Stellen ansteigen, die auf herkömmliche Weise weder sichtbar noch überwachbar sind. Zum Beispiel mitten in einem Abfallhaufen. Der Rauch ist in diesem Fall ebenfalls nicht sichtbar, da er von den äußeren Müllschichten abgeschirmt wird. 

 

Abfallbrände

Obwohl die Gefahr von verschiedenen Stellen ausgehen kann, sind zunehmend die wiederaufladbare Batterien die Brandverursacher. Einem aktuellen WEEE-Bericht zufolge führten die schwersten Brände, die in den letzten vier Jahren durch Batterien verursacht wurden, zu Schäden in Höhe von durchschnittlich 1,3 Millionen Euro. Die Lithium-Ionen-Technologie in diesen Batterien verwendet verschiedene Chemikalien in separaten Zellen. Die „Wände“ dieser Zellen sind extra dünn, um das Batteriegewicht zu reduzieren. Bei Beschädigung können diese Wände durchstochen werden oder einen Kurzschluss verursachen, bei dem die getrennten Elemente miteinander verbunden werden. Dies kann entweder zum Wärmeanstieg und anschließendem Brand oder sogar zu einer Explosion führen.

 

Bekämpfung von Abfallbränden

Herkömmliche Methoden zur Brandbekämpfung beruhen auf einer schnellen Reaktion auf einen Abfallbrand, sobald er ausbricht. Dies umfasst den Einsatz von Feuermeldern und Sprinkleranlagen sowie einer „Hotline“ zur örtlichen Feuerwehr. Außerdem werden Sirenen und Lichter zur Warnung vor der Gefahr verwendet.

All diese Maßnahmen kommen jedoch erst dann zum Einsatz, wenn ein Brand ausgebrochen ist. Mittlerweile kann das Problem durch den Einsatz der Technologie gelöst werden, bevor es auftritt. Mit anderen Worten: Die Hitzeentwicklung kann erkannt werden, bevor der Funke den Brand auslöst. Somit können Risiken für Mitarbeiter oder Besucher des Standorts begrenzt werden. Außerdem spart dieser Ansatz das Budget durch Reduktion von Kosten und vom Aufwand für die Beseitigung von Brandschäden. 

 

Hier kommt Hikvision ins Spiel

Wärmebildkameras werden zur Überwachung der Temperaturen sowohl innerhalb als auch außerhalb einer Anlage eingesetzt. Diese Kameras können so konfiguriert werden, dass sie zuerst beim Erkennen einer vordefinierten Temperatur und dann beim Erreichen einer höheren Temperatur jeweils einen Alarm auslösen.

Der erste Temperaturgrenzwert dient einem „Voralarm“, bei dem die Kamera ein Signal sendet, sobald die Temperatur höher als normal ist. Der zweite Temperaturgrenzwert sollte bei einer kritischen Temperatur konfiguriert werden, damit klar ist, dass sofortiges Handeln erforderlich ist, sobald dieser Alarm ertönt.

 

Beide Alarme können von Mitarbeitern verifiziert werden, die die Situation sowohl vor Ort als auch außerhalb mit einer Bi-Spektralkamera überwachen. Dadurch erhalten sie neben den Wärme- auch Live-Bilder, die den Kontext des Problems verdeutlichen. Mit den zuverlässigen Informationen über die Situation können die zuständigen Personen dann Maßnahmen ergreifen, um Abfallbrände zu verhindern oder zu löschen. Dies kann durch Mitarbeiter vor Ort oder durch einen Fernüberwachungsdienst erfolgen. Mit der Videoverwaltungssoftware HikCentral können Bilder auch aus der Ferne an Manager gesendet werden. So können sie auf einem Tablet oder Handy das Geschehen von überall aus verfolgen.

Dank intelligenter Algorithmen sorgt die Lösung dafür, dass die durch Sonneneinstrahlung oder vorbeifahrende Autos verursachten heißen Stellen keine Fehlalarme auslösen. Die Lösung kann auch nahtlos an andere Brandbekämpfungssysteme wie Sprinkleranlagen oder automatische Brandschutztüren angeschlossen werden.

Die Welt der Nachhaltigkeit entwickelt sich weiter. Wenn eine als nachhaltig konzipierte Batterie beim Recycling zu Problemen führt, muss unbedingt das Gesamtbild betrachtet werden. Ebenso müssen Probleme gelöst werden können, bevor sie überhaupt entstehen. Mithilfe von Technologien können Recyclinganlagen potenzielle Brände erkennen, noch bevor sie ausgelöst werden. Somit können potenzielle Brandrisiken, die von den auf einer Mülldeponie entsorgten Stoffen ausgehen, wirksam bekämpft werden. Dies ist ein klassisches Beispiel dafür, dass Vorbeugen besser ist als Heilen. Für Abfallbrände gilt dies noch mehr denn je.

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