Leistungsfähigere Videoüberwachung durch mehrdimensionale Wahrnehmung

Leistungsfähigere Videoüberwachung durch multidimensionale Wahrnehmung

Januar 28, 2021

 

Multidimensionale Wahrnehmungskompetenzen spielen eine wichtige Rolle dabei, die Videoüberwachungsbranche auf ein neues Niveau zu heben. Bis jetzt war es die wichtigste und einzige sensorische Kompetenz von Videoüberwachungssystemen, visuelle Aufnahmen zu erstellen. Heute haben diese Systeme mehr „Sinne“ zur Verfügung, sodass sie multidimensionale Daten und Informationen sammeln können.

 

Videoüberwachungskameras und -systeme simulieren mit ihren Aufnahmen unseren Sehsinn - sie erweitern also die Fähigkeit unserer Augen. Wie wäre es aber, wenn sie auch andere Sinne zur Verfügung hätten, beispielsweise Hören, Riechen, Wärmewahrnehmung - oder sogar eine Sensibilität für sicherheitsrelevante Vorkommnisse außerhalb der visuellen Reichweite, sodass sie auf diese reagieren könnten?

 

Videoüberwachungssysteme wandeln sich mit jedem neuen Trend und entfalten mehr Potenzial, beispielsweise, indem sie statt einem mehrere Sensoren nutzen. In der gesamten Branche werden schon heute viele nützliche und fortschrittliche Neuerungen entwickelt - die Ausweitung der Wahrnehmung ist eine davon. 

 

Ohne Frage werden ausgeweitete sensorische Kompetenzen die Videoüberwachungssysteme leistungsfähiger machen - sie können dann die Umgebung „fühlen“, Vorkommnisse identifizieren und detailliertere Daten liefern. Diese Entwicklung wird auch dafür sorgen, dass sich der Anwendungsbereich von Videoüberwachungssystemen ausweitet. 

 

Kameras mit integriertem Radar

Der Ansatz, Kameras mit integrierten Zentimeter- und Millimeterwellen-Radars zur Objekterkennung einzusetzen, wird zurzeit immer beliebter. 

 

Der Einsatz von Radar in der Objekterkennung und Bewegungsverfolgung hat sich als sehr vorteilhaft erwiesen, da er eine exakte und verlässliche Erkennung über weite Entfernungen ermöglicht, die zudem nicht durch Witterungsverhältnisse beeinträchtigt wird. Eine multidimensionale Kamera mit tief integriertem Radar und Video bietet eine erweiterte Erkennung im Perimeterschutz. Sie findet Objekte früher, kann Bewegungen verfolgen und Aufnahmen zur Verfügung stellen, um erkannte Objekte zu überprüfen. Diese Art der Integration überwindet die technologischen Engpässe, die sich bei herkömmlicher, eindimensionaler Videoüberwachung zeigen. Sie findet bereits Einsatz in der Verkehrssicherheit und verbessert die Erkennung potenzieller Hindernisse oder Verkehrsrisiken, auch wenn sich diese in größerer Entfernung, außerhalb der Sichtweite oder bei schlechter Sicht ereignen. Die Integration eignet sich auch hervorragend, um große, offene Bereiche zu überwachen, die widrigen Witterungsverhältnissen ausgesetzt sind - beispielsweise Seehäfen, Flughäfen oder große, offenliegende Gewerbeflächen. 

 

Videokameras mit Sonaranlage

Lärm von Fahrzeughupen ist ein häufiges Ärgernis für Anwohner von Hauptstraßen, aber in vielen Städten fällt es den zuständigen Behörden schwer, ihn einzudämmen. Eine Videokamera mit Sonaranlage, die sowohl Geräusche als auch Bildinformationen erfassen kann, kann verwendet werden, um Fahrzeughupen zu orten. 

 

Eine Kamera mit integrierten Sonarsensoren kann genau orten, woher das Geräusch einer Fahrzeughupe kommt und dabei das Fahrzeug identifizieren sowie Fotos und Videos zur Dokumentation des Vorfalls erstellen. Polizeibehörden können dann nach Bedarf einschreiten und helfen, die Lärmbelastung auf den Straßen und in Gemeinden zu reduzieren, indem entsprechende Regeln geschaffen werden.

 

Multispektralaufnahmen

Multispektralaufnahmen stellen einen weiteren vielversprechenden Ansatz dar, wie Kameras Informationen aus nicht sichtbaren Lichtspektren gewinnen können. Beliebte Wärmebildkameras nutzen Infrarotstrahlung, um die Temperatur von Objekten zu messen. In der Sicherheitsbranche wird darüber hinaus zurzeit erforscht, wie andere nicht sichtbare Lichtspektren erfasst werden könnten.

 

Beispielsweise ist ein Lichtbogen ein wichtiges Phänomen, welches anzeigt, dass Stromnetze altern. Die elektrische Emission besteht aus nicht sichtbarem Ultraviolettlicht. In diesem Zusammenhang kann eine innovative UV-Erkennung die sensorische Kompetenz der Kameras verbessern, sodass diese in der Lage sind, nicht sichtbare elektrische Lichtbogen-Phänomene zu erfassen. Dies findet im Rahmen von Sicherheitsüberprüfungen von älteren Stromnetzen einen wichtigen Einsatzbereich.

 

Alarmsysteme mit vielen unterschiedlichen Detektoren 

Vergleichbar zu Videoüberwachungsgeräten gibt es auch andere konventionelle Sicherheitssysteme, die bereits mit mehreren integrierten Wahrnehmungssensoren arbeiten. Dies trifft beispielsweise auch auf Alarmsysteme zu, die verschiedene Detektoren und Peripheriegeräte verwenden. 

 

Die heutigen kabellosen Alarmsysteme umfassen in der Regel eine kompakte Steuerungskomponente sowie verschiedene Detektoren und Peripheriegeräte. Sie bündeln damit einen Einbruchschutz, Videoüberprüfung, Rauch- und Wassermelder u.v.m. Mit diesen Detektoren und Peripheriegeräten können Alarmsysteme Daten sowie multidimensionale Informationen gewinnen und auf diese Weise unter anderem Privat- und Geschäftsgebäude oder Fabriken schützen.

 

Und das ist noch nicht alles

Die Sicherheitsbranche profitiert von zunehmend leistungsfähigerem Edge Computing und intelligenteren Algorithmen sowie immer mehr integrierten Sicherheitsgeräten und -systemen mit multiplen Sensoren. Daher glauben wir, dass zusätzliche „Sinne“ in der nahen Zukunft ein weit verbreiteter Bestandteil von Videokameras und -systemen sein werden - beispielsweise Raucherkennung, Feuchtigkeits- und Temperaturmessung und sogar Gasdruckerkennung. Ausgerüstet mit diesen Fähigkeiten können die neuen Geräte Vorkommnisse genau beobachten und gegebenenfalls melden. Der Trend zur multidimensionalen Wahrnehmung wird die Sicherheitssysteme der nahen Zukunft sehr wahrscheinlich drastisch verändern. Sie werden mehr Fähigkeiten erhalten und damit mehr Sicherheit für ihre Nutzer schaffen.

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